AssistPlay
Eine geprüfte Auswahl barrierefreier Spiele — ohne Zeitdruck, mit Augen, Taster, Finger oder Maus zu bedienen. Fertig eingerichtet für Grid, als Teil der AssistUK-Lizenz.
Was ist AssistPlay?
AssistPlay ist eine geprüfte Auswahl von Spielen für Menschen, die Unterstützte Kommunikation (UK) nutzen. Wir zeigen bewusst eine Auswahl statt einer langen Liste: Jedes Spiel wurde einzeln gestartet, gespielt und daraufhin angesehen, ob es sich mit Augensteuerung, Taster, Finger und Maus wirklich bedienen lässt. Die Auswahl wächst Schritt für Schritt.
Die Spiele laufen im eingebetteten Browserfenster von Grid von Smartbox und lassen sich dort komplett über Grid-Tasten steuern — die fertigen Grid-Seitensets dafür (je Spiel in drei Rastergrößen: 6×10, 5×8 und 4×6) sind Teil der AssistUK-Lizenz. Im Browser sind alle Bedienelemente zusätzlich direkt ansteuerbar: mit Klick, mit Berührung oder durch Verweilen mit den Augen.
Ein zentrales Designprinzip: Kein Zeitdruck. Alle Spiele sind rundenbasiert oder jederzeit pausierbar — das Tempo bestimmt die spielende Person vollständig selbst.
AssistPlay ist eine Sammlung von Spielen.
Wir haben jedes Spiel vorher ausprobiert.
Die Spiele laufen in dem Programm Grid auf dem Computer oder dem iPad.
Man steuert die Spiele mit den Grid-Tasten.
Im Browser geht es auch anders.
Da kann man tippen, klicken
oder mit den Augen auf einem Knopf verweilen.
Die fertigen Grid-Seiten dafür gehören zur AssistUK-Lizenz.
Bei allen Spielen gibt es keinen Zeitdruck.
Die Spiele
Jedes dieser Spiele haben wir geprüft: gestartet, gespielt und daraufhin angesehen, ob es sich mit den verschiedenen Ansteuerungen wirklich bedienen lässt. Weitere kommen dazu, sobald sie denselben Weg gegangen sind. Die Bilder zeigen das echte Spielfeld — nicht den Startbildschirm.
Schach
Klassisches Schach gegen den Computer in vier Schwierigkeitsstufen. Vollständig zugbasiert, keine Zeitbegrenzung. Alle Schachregeln inklusive Rochade und En passant.
Paare finden
Kartenpaare aufdecken — mit eigenen Fotos oder vorgegebenen Symbolen. Anpassbare Feldanzahl (4 bis 24 Karten).
Sudoku
Zahlenrätsel in drei Schwierigkeitsstufen. Im Querformat steht das Raster links, der Ziffernblock rechts daneben — beides bleibt groß, ohne dass gescrollt werden muss.
Sprudel
Drei gleiche Bälle in einer Reihe lassen sie platzen. 100 Level mit Eis, Flaschen und Sirup. Die Bälle haben eine eigene, kürzere Verweilzeit als die Knöpfe — ein Spielzug soll nicht so lange dauern wie ein Menüklick.
Vier in einer Reihe
Steine in eine Spalte werfen, bis vier nebeneinanderliegen. Die Spaltenköpfe sind selbst Bedienelemente und stehen genau über ihrer Spalte.
Flood Fill
Das Farbfeld von einer Ecke aus einfärben. Kommt mit sehr wenigen Bedienschritten aus und ist damit auch mit einer Taste gut spielbar.
Backgammon
Brettspiel gegen den Computer, rundenbasiert. Die Punkte sind groß und farblich klar getrennt.
Punktefresser
Durch das Labyrinth zu allen Punkten. Läuft Zug um Zug statt in Echtzeit — die Figur wartet, bis die nächste Richtung gewählt ist. Vier große Richtungsflächen stehen neben dem Spielfeld.
2048
Gleiche Zahlen zusammenschieben, bis 2048 entsteht. Vier große Richtungsflächen stehen neben dem Brett — damit läuft es auch rein mit den Augen.
Platsch
Gleiche Meerestiere, die sich berühren, platzen mit einem Tipp. 100 Level in fünf Welten. Ein Tipp genügt — es muss nichts getauscht oder gezogen werden.
Legespiel
Formen ins Raster legen; volle Zeilen und Spalten lösen sich auf. 80 Level. Nichts fällt nach, nichts tickt — man verliert nur durch eigene Entscheidungen, nie durch Langsamkeit.
Verbinden
Punktepaare verbinden, ohne dass sich die Wege kreuzen. 100 Level. Man wählt nur die beiden Punkte — den Weg dazwischen sucht das Spiel selbst. Kein Verlieren.
Dazu kommen: Dame, Reversi, Fünf Gewinnt, Vier Farben ins Ziel, Schiffe versenken, Mahjong, Match, FindMe, Domino, Bingo, Bilder aufdecken, Bilder raten, Geschichten-Würfel, Minesweeper, Pipe Puzzle, Kisten schieben, Schiebepuzzle, Alle Lichter aus, Farbcode, Blöcke stapeln, Seifenblasen, Schmetterlinge, Sternenhimmel, Feuerwerk, Aquarium, Frosch-Teich, Garten anlegen, Tier-Konzert und der Einarmige Bandit.
Zu jedem Spiel gibt es eine bebilderte Anleitung und ein fertiges Grid-Seitenset in drei Rastergrößen.
Es gibt viele verschiedene Apps.
In jeder Gruppe gibt es viele Apps.
Zum Beispiel: Schach, Paare finden, Klavier, Alphabet.
Die Spiele laufen im Browser und in Grid.
Steuerung: die drei Wege
Dieselben Spiele lassen sich auf drei Wegen erreichen — und je nach Weg übernimmt jemand anderes das „Drücken“:
1. Grid 3 am Windows-Gerät: Das Seitenset ist die Fernbedienung. Das Spiel läuft im eingebauten Browserfenster von Grid und zeigt dort keine eigenen Schaltflächen — die gesamte Steuerung übernehmen die Grid-Tasten, die Tastendrücke an das Spiel senden. Die Person steuert mit allem, was Grid kann: Augensteuerung, Taster und Scanning, Touch, Kopfmaus. Wichtig zum Verständnis: Die Augen steuern dabei die Grid-Tasten, nicht das Spielfenster selbst. Jedes Spiel der Auswahl ist daraufhin geprüft, dass wirklich jede Funktion eine Taste hat.
2. Grid für iPad: Das Seitenset ist der Starter. Auf dem iPad kann Grid (in aller Regel) keine Tastendrücke an das Browserfenster senden. Das Seitenset öffnet das Spiel — gespielt wird dann mit dem Finger direkt im Fenster; die Spiele blenden dafür ihre eigene Touch-Bedienung ein. Die ehrliche Grenze: Augensteuerung und Taster erreichen die Spiele auf dem iPad über Grid nicht. Deshalb gibt es je Spiel eine eigene, schlanke iPad-Fassung des Seitensets — Startseite und große Spielfläche, ohne Tastenreihen, die dort nichts tun würden.
3. Externer Browser: Das Spiel bedient sich selbst. Im normalen Browser (Edge, Chrome, Safari) sind alle Bedienelemente direkt ansteuerbar: per Touch, Maus oder durch Verweilen mit den Augen — die Augensteuerung bewegt nur den Zeiger, das Auswählen übernimmt das Spiel, sobald der Blick auf einem Ziel ruht. Die Verweildauer ist einstellbar, Tippen und Klicken gehen immer. Nur auf diesem Weg gibt es Verweilen im Spielfeld. Die Windows-Seitensets öffnen ihn per Taste „Im Browser (Augen)“: Sie starten den Browser, und die Augensteuerung bewegt dort nur noch den Zeiger — geklickt wird durch Verweilen im Spiel.
Für Menschen mit Augensteuerung heißt das: Es gibt zwei gute Wege, die sich verschieden anfühlen. Im Grid bleiben die Augen auf dem vertrauten Tastenraster (sicher, aber indirekt — der Blick pendelt zwischen Tasten und Spielfenster). Im externen Browser spielen die Augen direkt im Spielfeld (schneller und unmittelbarer, aber außerhalb der gewohnten Grid-Umgebung). Welche Person womit besser zurechtkommt, zeigt das Ausprobieren.
Spiele, die über Richtungen laufen, haben eigene Flächen. Wer nur mit den Augen bedient, kann keine Pfeiltaste drücken — deshalb stehen bei 2048, Pipe Puzzle und Punktefresser vier große Richtungsflächen neben dem Spielfeld. Sie liegen so, wie sie wirken: der Pfeil nach oben oben, der nach links links. Ihre Verweilzeit ist kürzer als die von Knöpfen und Menüs — ein Spielzug soll nicht so lange dauern wie eine Menüauswahl. Im Grid erscheinen sie nicht; dort steuert das Seitenset.
Es gibt drei Wege, die Spiele zu spielen.
Weg 1: Grid am Windows-Computer.
Die Grid-Tasten steuern das Spiel.
Das geht mit den Augen, mit Tastern und mit dem Finger.
Die Augen drücken dabei die Grid-Tasten.
Weg 2: Grid auf dem iPad.
Das Seitenset öffnet das Spiel.
Dann tippt man mit dem Finger direkt in das Spiel.
Augen und Taster gehen auf dem iPad hier nicht.
Weg 3: Der normale Browser.
Hier kann man auch mit den Augen auf einem Knopf verweilen.
Dann wird der Knopf von allein gedrückt.
Wie lange man verweilen muss, kann man einstellen.
Design-Prinzipien
- Kein Zeitdruck: Alle Spiele sind rundenbasiert oder jederzeit pausierbar. Blöcke stapeln läuft sehr langsam mit Pause zwischen Zügen. Kein Countdown erzwingt schnelle Reaktionen. Die Person kontrolliert das Tempo vollständig.
- Klare Zustandsanzeige: Immer sichtbar, wer oder was an der Reihe ist. Bei Brettspielen ist der aktuelle Spieler hervorgehoben. Kein versteckter Zustand.
- Große Ziele: Spielfelder nutzen die Bildschirmhöhe aus, statt in der Mitte klein zu bleiben. Bei Augen- und Tastensteuerung ist ein kleines Ziel der eigentliche Schaden.
- Hoher Kontrast: Alle Spiele bieten drei Darstellungen: hell (Standard), dunkel und hoher Kontrast. Wechsel durch Grid-Taste oder URL-Hash (#31 hell, #30 dunkel, #32 Kontrast).
- Ermutigendes Feedback: „Versuch es nochmal!“ statt „Falsch!“. Ein Erfolg wird gefeiert, ein Fehlversuch nicht getadelt.
- Offline-fähig: Keine externen Abhängigkeiten. Alle Spiele laufen vollständig lokal — keine Internetverbindung erforderlich.
AssistPlay ist so gebaut, dass es einfach zu benutzen ist:
Kein Zeitdruck. Man kann so langsam sein wie man will.
Man sieht immer, was gerade passiert.
Es gibt hellen und dunklen Modus.
Wenn man etwas falsch macht, sagt die App: „Versuch es nochmal!“
Die Spiele brauchen kein Internet.
Fertig eingerichtet in Grid — mit der AssistUK-Lizenz
Für Grid 3 (Windows) und Grid für iPad gibt es fertige Seitensets: Jedes Spiel liegt dort als fertig eingerichtete Grid-Seite vor — alle Tasten belegt, abgestimmt auf Augensteuerung, Taster und Scanning, ohne eigenen Einrichtungsaufwand. Für Windows kommt jedes Spiel in drei Rastergrößen (6×10, 5×8 und 4×6), sodass es zum vorhandenen Raster passt — jeweils mit der Taste „Im Browser (Augen)“, die das Spiel für die Augensteuerung im externen Browser öffnet. Für das iPad gibt es je Spiel die schlanke iPad-Fassung (Starter + große Spielfläche, Bedienung per Touch). Dazu ein Sammel-Seitenset mit allen Aktivitäten. Das Vorschaubild auf der Starttaste zeigt das echte Spielfeld — man sieht also vorher, worum es geht. Diese Seitensets sind Teil der AssistUK-Lizenz, zusammen mit allen AssistUK-Vokabularen (Scripo Start, Scripo Pro, Clavis, Easy, Agismus, Verhaltensunterstützung).
Die AssistUK-Lizenz wird über REHAVISTA und deren Partnerfirmen bezogen, für Grid (iPad) auch als In-App-Kauf im Apple App Store. In Deutschland kann sie als Teil einer Kommunikationshilfe im Rahmen der Hilfsmittelversorgung über die Krankenkasse beantragt werden (§ 33 SGB V).
Jedes Spiel lässt sich auch direkt über ihre Web-Adresse im Browser oder im Grid-Browserfenster öffnen und über nummerierte Tastenbefehle steuern — etwa zum Ausprobieren oder für ein selbst gebautes Seitenset. Die fertigen Seitensets der Lizenz nehmen Ihnen diese Einrichtungsarbeit ab.
Für das Programm Grid gibt es fertige Seiten für alle Spiele.
Da sind alle Tasten schon eingerichtet.
Diese fertigen Seiten gehören zur AssistUK-Lizenz.
Die Lizenz bekommt man bei der Firma REHAVISTA und deren Partner-Firmen.
Für das iPad gibt es die Lizenz auch im Apple App Store.
Die Krankenkasse kann die Lizenz manchmal bezahlen.
Man kann jedes Spiel auch einzeln im Internet-Browser öffnen.