BookTo
Bücher lesen und selbst machen — kurze Bücher, große Bilder, eigene Worte
Offen – kostenlos für alleWas ist BookTo?
BookTo ist eine kostenlose App für den Browser, mit der man einfache Bücher lesen und selbst machen kann. Sie läuft ohne Installation und ohne Konto, funktioniert offline und speichert alles auf dem eigenen Gerät.
Ein Buch in BookTo ist bewusst kurz: ein Bild je Seite, dazu ein kurzer Text von höchstens zwölf Wörtern, sechs bis fünfzehn Seiten. Das ist ein Richtwert, keine Grenze – das Studio zählt mit, sperrt aber nichts. Wer wenig liest, soll ein Buch zu Ende bringen können. Wer viel liest, wird nicht ausgebremst.
33 Bücher sind schon dabei – zwei ABC-Bücher, sieben Erstleser-Bücher, Alltags-Bücher in Ich-Form (jeweils auch in einer Fassung für Erwachsene), Nacherzählungen bekannter Märchen, Äsop-Fabeln, Volksmärchen aus verschiedenen Ländern, ein längerer Klassiker und ein eigenes Buch von Nele Diercks. Alle Bücher sind vertont und können vorgelesen werden.
Kurze Bücher mit großen Bildern sind in der Unterstützten Kommunikation seit Langem erprobt: Wer wenig liest, kommt so überhaupt zu einem Buch, das er zu Ende bringen kann. Eine frei zugängliche Sammlung solcher Bücher auf Deutsch ist uns bisher nicht bekannt – deshalb gibt es BookTo.
BookTo ist eine App zum Lesen.
Man kann damit Bücher lesen.
Man kann auch selbst ein Buch machen.
Die App ist kostenlos.
Man braucht kein Konto.
Die Bücher sind kurz.
Auf jeder Seite ist ein Bild.
Dazu gibt es wenig Text.
33 Bücher sind schon da.
Alle Bücher kann man sich vorlesen lassen.
Lesen
- Vorlesen mit Markierung – der gesprochene Satz und das gesprochene Wort werden hervorgehoben. So sieht man, wo man gerade ist.
- Erst selbst versuchen – wer bei einem Wort hängt, tippt es an und bekommt Hilfe in drei Stufen: erst markieren, dann in Silben, dann das ganze Wort. Die kleinste Stufe ist Laut für Laut mit echten Lautaufnahmen (derzeit nur für Deutsch).
- Leseprofile – Standard, Leicht, Legasthenie oder ein eigenes. Eine Frage statt vierzehn Einstellungen.
- Lesehilfen – Silben, Wortgestalt, größere Abstände, ruhige Farben, ein Satz je Zeile.
- Wörterbuch – 111 Begriffe. Ein Wort antippen genügt, die Erklärung kommt in Einfacher Sprache.
Jede Lesehilfe sagt, was sie wirklich kann. An jeder Einstellung sitzt ein Info-Knopf, der die Forschungslage offenlegt – gut belegt, Komfortsache, kein Vorteil nachgewiesen oder nicht erforscht – jeweils mit Begründung und Quelle. Zwei beliebte Hilfen sind aus dem Legasthenie-Profil bewusst wieder verschwunden, weil sich kein Vorteil belegen ließ. Als Einzeloption bleiben sie wählbar: Wer damit lieber liest, soll das tun dürfen – nur als Versprechen taugen sie nicht.
Die App liest vor.
Dabei wird das Wort farbig markiert.
So sieht man, wo man ist.
Bei einem schweren Wort gibt es Hilfe.
Erst in Silben. Dann Laut für Laut.
Man kann die Schrift und die Farben ändern.
Bei jeder Hilfe steht, ob sie wirklich hilft.
Manche Hilfen helfen nur manchen Menschen.
Das sagen wir ehrlich.
Selbst ein Buch machen
Im Studio entsteht ein eigenes Buch Seite für Seite: Bild wählen, kurzen Text schreiben, bei Bedarf selbst einsprechen. Ein Buch über den eigenen Urlaub, über die Katze, über den Lieblingsbus – Lesestoff, den es sonst nirgends gibt.
- Legale Bildersuche – die App durchsucht Openverse und Wikimedia, also frei lizenzierte Bilder. Die Herkunft wird mitgeführt.
- Eigene Bilder – Fotos vom Gerät hochladen.
- Eigene Stimme – jede Seite lässt sich selbst einsprechen, statt sie vorlesen zu lassen.
- Bildbeschreibung – ein Feld „Was ist auf dem Bild zu sehen?“ sorgt dafür, dass auch selbst gemachte Bücher zugänglich bleiben.
- Als Datei sichern – ein fertiges Buch lässt sich exportieren und weitergeben.
- Zahlenschloss – schützt Bearbeiten, Löschen und Zurücksetzen. Das Lesen ist nie gesperrt.
Man kann ein eigenes Buch machen.
Man wählt ein Bild.
Man schreibt einen kurzen Text.
Man kann den Text selbst sprechen.
Bilder findet die App im Internet.
Diese Bilder darf man benutzen.
Man kann auch eigene Fotos nehmen.
Das fertige Buch kann man speichern.
Bedienung
- Tippen und Maus – auf Tablet, Laptop oder am Bildschirm.
- Tastatur – alles ist über die Tastatur erreichbar.
- Augensteuerung – Knöpfe werden durch Verweilen ausgelöst.
- Taster – Scanning mit einem oder zwei Tastern, in zwei Ebenen und drei Gruppen.
Ein Wort im Text ist bewusst kein Verweil-Ziel. Lesen heißt länger hinsehen – das würde bei der Augensteuerung dauernd etwas auslösen. Wer Hilfe zu einem Wort braucht, geht über den Knopf „Wort üben“.
Man kann die App verschieden bedienen:
Mit dem Finger – auf dem Tablet.
Mit der Maus – am Computer.
Mit der Tastatur.
Mit den Augen – man schaut auf einen Knopf.
Mit Tastern – mit einer oder zwei Tasten.
So starten Sie
Direkt im Browser
BookTo läuft ohne Installation. Link öffnen, ein Buch aus dem Regal wählen und loslesen.
BookTo öffnenAuf dem Gerät behalten
BookTo lässt sich wie eine App auf dem Startbildschirm ablegen und funktioniert dann auch ohne Internet. Alle Bücher bleiben auf dem Gerät.
AusprobierenEinstellungen anpassen
Vier Reiter: Lesen, Vorlesen, Steuerung und Rechtliches. Eine Musterseite zeigt jede Änderung sofort.
Einstellungen ansehenZwei Hinweise, damit nichts überrascht: BookTo gibt es derzeit nur auf Deutsch – weitere Sprachen sind vorbereitet, aber noch nicht eingebaut. Und die gemeinsame Büchersammlung ist gerade erst eröffnet: Sie ist noch leer, eingereichte Bücher sehen wir vor der Veröffentlichung an.
Man klickt auf den Link.
Dann kann man sofort lesen.
Man kann BookTo auch auf den Bildschirm legen.
Dann geht es auch ohne Internet.
Wichtig: Die App gibt es bis jetzt nur auf Deutsch.
Eigene Bücher kann man als Datei weitergeben.
Man kann sie auch an die Sammlung im Internet schicken.
Wir schauen jedes Buch an, bevor es dort steht.