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KI & Unterstützte Kommunikation

Künstliche Intelligenz in der Unterstützten Kommunikation

Von Lars Tiedemann, Dipl. Heilpädagoge · Stand: März 2026

KI & Unterstützte Kommunikation

Künstliche Intelligenz (KI) kann die Unterstützte Kommunikation spürbar verändern: Schnellere Kommunikation, bessere Wortvorhersagen und individuellere Anpassungen werden möglich – die Wirksamkeit in der UK-Praxis ist bislang aber erst wenig durch Studien belegt.

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen und Videos zu KI in der Unterstützten Kommunikation.

Computer können jetzt selbst lernen.
Das nennt man: Künstliche Intelligenz.
Die Abkürzung ist: KI.
KI hilft Menschen beim Sprechen mit dem Computer.
Zum Beispiel: Der Computer schlägt passende Wörter vor.
Oder der Computer schlägt Wörter vor, die oft gut passen.
Das macht die Kommunikation schneller.
Auf dieser Seite gibt es Videos dazu.

Konkrete KI-Anwendungen in der Unterstützten Kommunikation

Wortvorhersage

KI-gestützte Sprachmodelle analysieren Kontext und Nutzerverhalten, um die wahrscheinlichsten nächsten Wörter vorherzusagen. Moderne AAC-Software wie Grid (Windows) integriert große Sprachmodelle (LLMs), die Vorhersagen auf Basis des gesamten Satzkontexts treffen — nicht nur des letzten Buchstabens.

Satz-Generierung

KI-Assistenten können auf Basis weniger ausgewählter Schlagworte oder Symbole vollständige, grammatisch korrekte Sätze generieren. Dies reduziert die Anzahl der nötigen Tastenanschläge und beschleunigt die Kommunikation erheblich — besonders relevant bei eingeschränkter Motorik oder Ermüdung.

Personalisierte Stimmen

Neuronale Text-to-Speech-Systeme erzeugen aus wenigen Minuten Stimmaufnahmen eine synthetische Stimme, die der natürlichen Sprechstimme sehr ähnelt. Projekte wie VocaliD oder my-own-voice (Acapela) ermöglichen es, eine eigene personalisierte Stimme zu erstellen — auch aus wenigen erhalten gebliebenen Aufnahmen.

KI-gestützte Symbolauswahl

Bilderkennungs-KI kann automatisch passende Symbole für neu erstellte Inhalte vorschlagen. Sprachmodelle können Synonym-Vorschläge, kontextbezogene Vokabularerweiterungen und Umformulierungen bieten — was die Erstellung und Pflege von Kommunikationsoberflächen erheblich vereinfacht.

Blicksteuerungs-Kalibrierung

KI-basierte Algorithmen verbessern die Präzision von Eye-Trackern durch adaptive Kalibrierungsmodelle. Sie lernen aus erfolgreichen Blickzielpunkten und korrigieren individuelle Abweichungen automatisch — ohne manuelle Neukalibrierung. Dies ist besonders wertvoll für Menschen mit variablen motorischen Zuständen.

Gestensteuerung & Brain-Computer-Interfaces

KI-gestützte Gestenerkennung (z. B. Ultraleap Hand-Tracking) ermöglicht kontaktlose Steuerung über Handgesten. In der Forschung werden Brain-Computer-Interfaces entwickelt, bei denen neuronale Signale direkt in Sprachausgabe übersetzt werden — relevant für Menschen mit Locked-in-Syndrom oder ALS.

KI hilft auf verschiedene Arten:
KI schlägt das nächste Wort vor.
KI kann aus wenigen Worten einen ganzen Satz machen.
KI kann eine eigene Stimme aus alten Aufnahmen erstellen.
KI hilft, die Augensteuerung besser einzustellen.
Das macht die Kommunikation schneller und einfacher.

Chancen und Risiken

Die Integration von KI in die Unterstützte Kommunikation eröffnet erhebliche Chancen — bringt aber auch ethische und praktische Fragen mit sich, die die UK-Community aktiv diskutiert.

Chancen

  • Schnellere Kommunikation durch intelligente Vorhersage
  • Individualisierung ohne manuellen Aufwand
  • Erleichterung der Vokabularerstellung für Fachkräfte
  • Personalisierte Stimmen können die Stimm-Identität bewahren helfen
  • Neue Eingabewege für Menschen mit minimalster Motorik
  • KI-Chatbots als niedrigschwellige Konversationspartner

Risiken & offene Fragen

  • Selbstbestimmung: Wessen Stimme spricht — die der KI oder die des Nutzers?
  • Datenschutz: Sprachdaten und Kommunikationsprofile als sensible Daten
  • Abhängigkeit von Herstellern: Lock-in durch proprietäre KI-Systeme
  • Digitale Ungleichheit: KI-Funktionen erhöhen möglicherweise die Kosten
  • Bias in Sprachmodellen: LLMs sind auf Schriftsprache trainiert, nicht auf AAC-Kommunikationsmuster
  • Fehlende Evidenz: Kaum klinische Studien zur Wirksamkeit von KI in der UK-Praxis

In der internationalen Fachdiskussion wird empfohlen, KI-Integrationen kritisch auf ihre Auswirkungen auf Selbstbestimmung und Kommunikationsauthentizität zu prüfen.

KI hat viele gute Seiten:
Kommunikation wird schneller.
Die eigene Stimme kann gespeichert werden.

Aber es gibt auch Fragen:
Wessen Worte spricht die KI?
Was passiert mit den persönlichen Daten?
Man sollte immer gut nachdenken.
Und selbst entscheiden, was man nutzen möchte.

Videos zu KI & Unterstützte Kommunikation

Hier gibt es Videos zum Anschauen.
Die Videos erklären, wie KI beim Sprechen hilft.
Man kann die Videos auf dieser Seite abspielen.
Dafür muss man auf den Knopf drücken.

KI und Unterstützte Kommunikation

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Sprachmodelle in der Unterstützten Kommunikation

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KI-gestützte Kommunikation

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Zukunft der Unterstützten Kommunikation mit KI

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Was KI in der Unterstützten Kommunikation beschleunigen darf, was sie nie ersetzen darf – und die sechs Prüffragen für jedes heutige und künftige Werkzeug – bündelt der Grundlagentext: „Wessen Worte sind das?“ (PDF). Weitere Texte unter Downloads → Grundlagentexte.

Es gibt einen längeren Text über KI.
Er sagt: Die Wörter gehören der Person.