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Ja & Nein

Den eigenen Ja/Nein-Code festlegen, einüben und aufschreiben

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Was ist „Ja & Nein“?

Viele Menschen können nicht sprechen, aber sehr wohl Ja und Nein sagen – mit einem Blick nach oben, einem doppelten Blinzeln, einem Laut, einer Taste. Man nennt das einen verabredeten Code. Für Menschen mit sehr schweren körperlichen Einschränkungen ist er oft der schnellste Weg zur Verständigung, und manchmal der einzige.

Diese kostenlose App begleitet den ganzen Weg: verstehen, wo Ja/Nein anfängt – den Code festlegen, einüben, im Gespräch nutzen und aufschreiben.

Manche Menschen können nicht sprechen.
Aber sie können Ja und Nein zeigen.
Zum Beispiel mit den Augen.
Oder mit einer Taste.
Diese App hilft dabei.
Die App kostet nichts.

Der Weg durch die App: fünf Schritte

1. Verstehen. Wo fängt Ja/Nein an? Die App zeigt den Weg in vier Stufen: vom Annehmen und Ablehnen im Alltag über die Auswahl zwischen zwei echten Dingen zum Ja/Nein über Sichtbares – und erst zuletzt über Abwesendes. Jede Stufe ist vollwertige Kommunikation.

2. Code festlegen. Welche Bewegung heißt Ja, welche Nein? Die App bietet einundzwanzig gebräuchliche Zeichen an – von „Blick nach oben“ bis „Taste rechts drücken“ – und nimmt auch eigene entgegen. Sie warnt, wenn zwei Bedeutungen versehentlich auf demselben Zeichen liegen. Und sie besteht auf einem dritten Zeichen für „weiß ich nicht“: Ohne das muss sich jemand auf Ja oder Nein festlegen, auch wenn beides nicht stimmt.

3. Einüben. Zuerst mit Fragen, deren Antwort schon feststeht. So zeigt sich, ob das Zeichen sicher ankommt. Wichtig: Geprüft wird der Code – nicht der Mensch.

4. Im Gespräch. Sechs Regeln für gute Ja/Nein-Gespräche und der Fragebaum: Wenn niemand weiß, worum es geht, fragt man sich gemeinsam heran – erst grob, dann feiner. Dazu die Übung „Der falsche Vorschlag“ für die begleitende Person: Sie schlägt bewusst etwas Falsches vor und schaut, ob ein Nein kommt – und ob es etwas ändert.

5. Steckbrief drucken. Ein Blatt für den Kommunikationspass. Denn ein Ja/Nein, das nur zwei Menschen lesen können, stirbt mit dem Dienstplan.

Die App hat fünf Teile.

1. Verstehen: Wo fängt Ja und Nein an?
2. Code festlegen: Was heißt Ja? Was heißt Nein?
3. Einüben: Man übt mit leichten Fragen.
4. Im Gespräch: Hilfen für echte Gespräche.
5. Steckbrief: Ein Blatt zum Ausdrucken.
Dann wissen alle Bescheid.

So sieht das aus

Drei Bildschirme aus der App. Die Bilder zeigen den echten Zustand, nicht den leeren Startbildschirm.

Hier sehen Sie Bilder aus der App.

Startbildschirm mit fünf nummerierten Kacheln: Verstehen, Code festlegen, Einüben, Im Gespräch, Steckbrief drucken
Der Weg durch die App: fünf Schritte in der Reihenfolge, in der sie im Alltag gebraucht werden.
Bildschirm „Code festlegen“ mit 21 Zeichen zur Auswahl, einem Freitextfeld und einem Regler für die Wartezeit
21 Vorschläge von „Blick nach oben“ bis „ruhig bleiben“ – oder ein eigenes Zeichen im Freitext.
Ausdruck „So sage ich Ja und Nein“ mit den drei Zeichen, der Wartezeit und Hinweisen für neue Begleitpersonen
Der Steckbrief für den Kommunikationspass – das Blatt, das die nächste Schicht liest.

Warum das dritte Zeichen so wichtig ist

Ein Ja/Nein-System ohne Ausweg zwingt zu einer Antwort. Wer nur zwischen Ja und Nein wählen kann, muss sich auch dann entscheiden, wenn die Frage unklar war, wenn beides zutrifft oder wenn er die Antwort schlicht nicht weiß. Eine erzwungene Antwort ist aber keine Antwort – sie sieht nur aus wie eine.

Genauso wichtig: Wenn keine Antwort kommt, heißt das nicht Ja. Es heißt: noch einmal, langsamer, oder später. Dieser Satz steht auf jedem gedruckten Steckbrief.

Die fachliche Grundlage der App gibt es als eigenen Grundlagentext: warum die verlässliche Ja/Nein-Antwort eine späte Fähigkeit ist, was vor ihr kommt – Auswahl, Code, drittes Zeichen – und wie der Fragebaum von grob nach fein zum Thema findet. „Erst die Wahl, dann die Frage“ (PDF) – weitere Texte unter Downloads → Grundlagentexte.

Es gibt ein drittes Zeichen: Weiß ich nicht.
Das ist wichtig.
Sonst muss man sich immer entscheiden.
Auch wenn man es nicht weiß.

Und: Keine Antwort heißt nicht Ja.
Keine Antwort heißt: Bitte noch mal fragen.

Was diese App nicht ist

Sie ist kein Test und kein Verfahren zur Einschätzung. Es gibt keine Note, keinen Punktestand und keinen Zeitdruck. Wenn ein Zeichen nicht sicher ankommt, ist das ein Hinweis auf das Zeichen, die Wartezeit oder die Situation – nie auf die Person.

Sie ersetzt auch keine Beratung. Wer dauerhaft eine Kommunikationshilfe braucht, sollte sich an eine UK-Beratungsstelle oder einen Versorger wenden; die Wege dorthin stehen unter Hilfsmittel beantragen.

Die App ist kein Test.
Es gibt keine Noten.
Man kann nichts falsch machen.

Die App ersetzt keine Beratung.
Fragen Sie eine Beratungs-Stelle.

Technisches

Die App läuft im Browser, lässt sich als App installieren und funktioniert danach ohne Internet. Bedienbar mit Maus, Touch, Tastatur und – auf Wunsch – per Blick oder Verweilen. Drei Darstellungen (hell, dunkel, hoher Kontrast) und drei Schriftgrößen.

Es gibt kein Konto und keine Anmeldung. Alle Angaben bleiben auf dem Gerät und lassen sich dort jederzeit wieder löschen. Nichts wird an uns oder an Dritte gesendet.

Die App läuft im Browser.
Man kann sie auch ohne Internet nutzen.
Man braucht kein Konto.
Alle Angaben bleiben auf Ihrem Gerät.

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