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Werkzeugkasten

Sieben Blätter zum Ausdrucken – je eine Seite, ohne Konto, sofort brauchbar.

Wofür diese Blätter da sind

In den Kursen zu Assistenz und Unterstützter Kommunikation entsteht bei fast jeder Übung etwas: ein Pass, eine Tabelle, eine Notfallseite. Damit das nicht auf Zetteln endet, liegt hier je ein fertiges Blatt bereit. Jedes passt auf eine Seite, braucht kein Konto und funktioniert auch ohne Kurs.

Die Blätter sind bewusst zum Ausfüllen mit dem Stift gemacht und nicht als Formular am Bildschirm. Ein Kommunikationspass, der im Ordner liegt, hilft niemandem – er gehört dorthin, wo eine fremde Person ihn am ersten Tag findet.

Drucken: Jedes Blatt hat einen eigenen Knopf und kommt dann allein aus dem Drucker. Wer die ganze Seite druckt, bekommt alle sieben, jedes auf einem eigenen Blatt.

  • KommunikationspassEine Seite in der Ich-Form. Das wichtigste Blatt. Zum Blatt
  • Übergabe-KarteEin Punkt pro Dienst – und ob er ankam. Zum Blatt
  • Drei-Spalten-BogenBeobachtung und Deutung getrennt. Zum Blatt
  • NotfallseiteFünf Minuten, ein fremder Mensch, eine Ja-Nein-Frage. Zum Blatt
  • Erste SchichtEinarbeitung, die bei der Verständigung anfängt. Zum Blatt
  • BeschwerdewegVier Zeilen, die nicht über die Assistenz laufen. Zum Blatt
  • Verfügbarkeits-Check24 Stunden, eine Frage, eine Zahl. Zum Blatt

Hier gibt es 7 Blätter zum Ausdrucken.
Jedes Blatt ist eine Seite.
Sie können die Blätter mit einem Stift ausfüllen.
Die Blätter kosten nichts.
Sie brauchen kein Konto.

Kommunikationspass

Das wichtigste Blatt im ganzen Kasten. Eine Seite, die eine neue Kollegin, eine Vertretungslehrkraft oder die Großmutter in zwei Minuten liest – und danach weiß, wie man mit diesem Menschen ins Gespräch kommt. Sechs Punkte, alle in der Ich-Form, weil der Pass der Person gehört und nicht dem Dienst. Der vierte Punkt ist der Grund, warum es ihn gibt.

AssistUK

Kommunikationspass

Eine Seite. Bitte lesen Sie sie, bevor Sie mit mir sprechen.

So sage ich ja.

Was ist zu sehen und zu hören?

So sage ich nein.

Auch das Wegschieben, das Wegdrehen, das Erstarren.

Das verstehe ich sicher.

Das verstehen andere oft falsch.

Mindestens zwei Missverständnisse. Dieser Punkt ist der wichtigste.

So lange brauche ich für eine Antwort.

Einmal wirklich mitzählen, dann eine Zahl eintragen: Sekunden.

Das hilft mir.

Dieser Pass gehört mir. Ich entscheide, wer ihn liest und was darin steht.

Geschrieben am · zuletzt durchgesehen am

Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Der Kommunikationspass ist ein Blatt.
Darauf steht: So rede ich.
Neue Personen können das schnell lesen.
Der Pass gehört Ihnen.

Übergabe-Karte

In der Schichtübergabe geht es um Medikamente, Termine und Vorfälle – das, was über die Verständigung gelernt wurde, fällt fast immer heraus. Das ist der Grund, warum eine Person in derselben Woche mit fünf Menschen spricht und viermal von vorn anfängt. Diese Karte hält einen einzigen Punkt pro Dienst fest – und, genauso wichtig, ob er in der nächsten Schicht angekommen ist.

AssistUK

Übergabe-Karte · eine Woche

Ein Punkt pro Dienst – nur zur Verständigung, nicht zu Terminen oder Medikamenten.

Vor jeder Übergabe: Was habe ich heute über die Verständigung gelernt? Den Punkt laut sagen und dorthin schreiben, wo das Team schreibt. Am Folgetag nachfragen.

Der eine PunktWo notiertAngekommenWo verloren
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
Bei „nein“ gehört in die letzte Spalte, wo er verloren ging: mündlich überhört, nicht gelesen, oder nirgends notiert.
Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Bei der Übergabe reden die Schichten miteinander.
Oft fehlt dabei das Reden mit der Person.
Auf dieser Karte steht jeden Tag ein Punkt.
Und ob die nächste Schicht ihn wusste.

Drei-Spalten-Bogen

Deutungen sind nicht verboten – ohne sie käme niemand durch den Tag. Sie gehören nur getrennt aufgeschrieben, damit sichtbar bleibt, was wirklich zu sehen war und was wir dazugedacht haben. Wer eine Woche so notiert, findet regelmäßig zwei Deutungen für dasselbe Zeichen – und genau dort beginnt die Arbeit.

AssistUK

Drei-Spalten-Bogen

Beobachtung und Deutung stehen getrennt – nicht, weil Deutung falsch wäre.

Mittlere Spalte: nur was zu sehen und zu hören war. Wörter wie „wirkt“, „scheint“ und „will damit“ gehören nach rechts.

Situation – wann, wo, wer dabeiWas zu sehen und zu hören warMeine Deutung – und woran ich sie prüfe
Wenn dasselbe Zeichen zweimal verschieden gedeutet wird, ist das kein Fehler des Menschen. Es ist eine Frage an das Team.
Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Auf diesem Blatt sind drei Spalten.
Links steht: Wann und wo war das?
In der Mitte steht: Was habe ich gesehen?
Rechts steht: Was denke ich darüber?
So sieht man den Unterschied.

Notfallseite

Im Krankenhaus kippt in wenigen Minuten alles, was zu Hause selbstverständlich ist. Diese Seite muss einem völlig fremden Menschen in fünf Minuten beibringen, wie man eine Frage stellt, die beantwortet werden kann. Testen Sie sie an jemandem, der nichts über Unterstützte Kommunikation weiß: Kann diese Person danach eine Ja-Nein-Frage stellen? Kopien gehören an Tasche, Rollstuhl und Gerät.

AssistUK

Bitte lesen, bevor Sie mit mir sprechen

Notfallseite · Krankenhaus, Rettungsdienst, Vertretung

Sie sprechen mich so an:

Name oder Anrede, und in welcher Sprache.

So sieht ein Ja aus.

So sieht ein Nein aus.

So lange dauert eine Antwort.

Bitte warten Sie Sekunden, bevor Sie noch einmal fragen.

So stellen Sie eine Frage, die ich beantworten kann.

Eine Frage nach der anderen. Keine zwei Sachen in einem Satz.

Mein Gerät.

Wo es ist, wie es eingeschaltet und wie es hingestellt wird.

Kein Zeichen ist keine Zustimmung. Wenn ich nicht antworte, habe ich nicht zugestimmt.

Wer meine Formen kennt und auch nachts erreichbar ist:

Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Im Krankenhaus kennt Sie niemand.
Diese Seite erklärt es schnell.
Darauf steht: So sage ich ja und nein.
Legen Sie eine Kopie in die Tasche.

Erste Schicht

Wer in der ersten Woche nicht lernt, wie die Menschen hier kommunizieren, lernt es nie – danach ist der Dienst eingespielt und die Frage kommt nicht mehr auf. Dieses Blatt gehört an den Anfang der Einarbeitung, neben den Dienstplan und den Schlüssel. Es ist bewusst kurz genug, dass es in einer Schicht zu schaffen ist.

AssistUK

Erste Schicht

Einarbeitungsblatt · abzuhaken in der ersten Woche

Nicht ankreuzen, was man „schon weiß“, sondern was man einmal gemacht hat.

Ich habe den Kommunikationspass gelesen.

Ich habe gesehen, wie diese Person ja sagt – nicht nur davon gehört.

Ich habe gesehen, wie sie nein sagt, und weiß, wo „nein“ und „aufhören“ auf ihren Wegen stehen.

Ich habe einmal mitgezählt, wie lange eine Antwort dauert: Sekunden.

Ich weiß, wo das Gerät steht, wie es eingeschaltet und wie es hingestellt wird.

Ich weiß, welche Tafeln und Bücher es gibt und wo sie liegen – auch die für die Badewanne und für draußen.

Ich habe die dokumentierten Gebärden und körpereigenen Zeichen angesehen.

Ich weiß, wie sich diese Person beschweren kann, ohne dass ich davon erfahren muss.

Ich habe heute mindestens einmal gefragt, wo ich sonst entschieden hätte.

Ich habe einen Punkt in die Übergabe gegeben, der die Verständigung betrifft.

Eingearbeitet wird zur Person, nicht zur Aufgabe. Wer die Handgriffe kennt, aber nicht die Zeichen, kennt die Arbeit nicht.

Eingearbeitet von (Funktion, kein Name): · Datum:

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Eine neue Person fängt an zu arbeiten.
Sie muss lernen: Wie rede ich mit Ihnen?
Auf diesem Blatt stehen die wichtigsten Punkte.
Man kann sie in einer Schicht lernen.

Beschwerdeweg

Assistenz heißt viel Nähe, große Abhängigkeit und wenige Zeugen. Daraus folgt kein Misstrauen gegenüber Kolleginnen und Kollegen, sondern eine nüchterne Regel: Ein Beschwerdeweg darf nicht über die Person laufen, über die man sich beschwert. Vier Zeilen genügen – und was leer bleibt, ist das eigentliche Ergebnis.

AssistUK

Beschwerdeweg

Wie kann sich diese Person beschweren? Vier Zeilen.

Ein Beschwerdeweg darf nicht über die Person laufen, über die man sich beschwert.

1 · Bei wem?

Eine Stelle innerhalb, eine außerhalb des Dienstes. Nur Funktionen, keine Namen.

2 · In welcher Form?

Mit welchen Wörtern, Zeichen, Symbolen oder Nachrichten kann sie eine Beschwerde überhaupt äußern?

3 · Auf welchem Weg?

Wie erreicht die Beschwerde diese Stelle, ohne dass die Assistenz sie weitergibt?

4 · Was passiert danach?

Wer meldet sich zurück, in welcher Zeit, in welcher Form?

Was hier leer bleibt:

Zwei Sätze dazu, warum. Eine leere Zeile ist ein Ergebnis, kein Versäumnis beim Ausfüllen.

Ein konkreter Verdacht gehört nicht auf dieses Blatt, sondern an die zuständige Stelle.

Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Manchmal läuft etwas falsch.
Dann muss man sich beschweren können.
Der Weg darf nicht über die Assistenz gehen.
Auf diesem Blatt steht, wie es geht.

Verfügbarkeits-Check

Ein Gerät im Schrank ist kein Kommunikationsweg. Diese Tabelle beantwortet für einen gewöhnlichen Tag nur eine einzige Frage – Stunde für Stunde: War ein Weg in Reichweite, mit dem dieser Mensch etwas hätte sagen können? Nicht, ob er es genutzt hat. Nicht, ob das Gerät gut ist. Die Zahl unten links überrascht fast alle Teams.

AssistUK

Verfügbarkeits-Check

24 Stunden eines gewöhnlichen Tages

Die Frage lautet nur: War ein Weg in Reichweite, mit dem diese Person etwas hätte sagen können? Nicht: Hat sie ihn genutzt. Für Stunden ohne eigene Anwesenheit die Kollegin fragen oder „nicht bekannt“ eintragen.

Weg in Reichweite? ja / neinBei nein: der Grund
00 Uhr
01 Uhr
02 Uhr
03 Uhr
04 Uhr
05 Uhr
06 Uhr
07 Uhr
08 Uhr
09 Uhr
10 Uhr
11 Uhr
12 Uhr
13 Uhr
14 Uhr
15 Uhr
16 Uhr
17 Uhr
18 Uhr
19 Uhr
20 Uhr
21 Uhr
22 Uhr
23 Uhr

Anzahl der Neins:  

Drei Sätze darunter:

Die größte Lücke · ihr Grund · Ihre Änderung. Benannt wird die Stelle, nicht die Kollegin.

Alle sieben Blätter: assistuk.net/hilfe/werkzeugkasten/ · Fragen beantworten wir kostenlos: lars.tiedemann@assistuk.net

Ein Gerät im Schrank hilft nicht.
Diese Tabelle hat 24 Zeilen.
Eine Zeile ist eine Stunde am Tag.
Sie schreiben: War ein Weg zum Reden da?
Am Ende zählen Sie die Neins.

Woher die Blätter kommen

Jedes Blatt gehört zu einer Übung aus dem Lernpfad Assistenz. Dort steht auch, worauf es beim Ausfüllen ankommt und woran man merkt, dass ein Blatt noch nicht fertig ist. Wer die Blätter ohne Kurs nutzt, verliert nichts – sie stehen für sich.

Der Lernpfad Unterstützte Kommunikation führt durch die Grundlagen: Haltung, Interaktion, Szenenbilder, Symbole und Papier, Technik und Zugang. Beide Pfade sind kostenlos und ohne Anmeldung.

Fehlt Ihnen ein Blatt? Schreiben Sie uns – wir bauen es und stellen es hier dazu. Das kostet nichts: lars.tiedemann@assistuk.net

Die Blätter gehören zu unseren Kursen.
Die Kurse sind kostenlos.
Sie können die Blätter auch ohne Kurs nutzen.
Fehlt Ihnen ein Blatt?
Dann schreiben Sie uns.