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Abschluss: Zeigen, was Sie können

Sechs Praxisaufgaben zum Abschluss des Lernpfads — etwa drei bis fünf Stunden Arbeit, danach ein gemeinsames Gespräch mit Lars Tiedemann und Nele Diercks und eine Urkunde.

Worum es geht

Für alle, die die sechs Lerneinheiten bearbeitet haben und zeigen möchten, dass sie mit den Vokabularen und Materialien von AssistUK sicher arbeiten können. Freiwillig — der Lernpfad ist auch ohne diesen Abschluss vollständig.

Jede der 8 Einheiten hat denselben Aufbau: erst das Wissen, dann eine Übung am eigenen Gerät, dann eine Frage zum Nachdenken. Die Frage wird nicht benotet und lässt sich beliebig oft wiederholen – sie soll zeigen, ob etwas angekommen ist, nicht, wer den Kurs macht.

Etwa drei bis fünf Stunden für die Aufgaben, dazu ein Gesprächstermin. Der Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert. Es gibt keine Anmeldung und kein Konto. Der Stand steht ausschließlich in diesem Browser; er verschwindet, wenn Sie die Browserdaten löschen, und wandert nicht auf ein anderes Gerät.

Hier drucken Sie nichts selbst aus. Wenn Ihre Arbeiten gesichtet sind und das gemeinsame Gespräch stattgefunden hat, bekommen Sie Ihre Urkunde von Lars Tiedemann und Nele Diercks als PDF per E-Mail.

Alles hier steht auch ohne Kurs offen: Grundlagentext: Im Zweifel für die Person — Haltung, die Themen mit Video und die Kurs: Ein guter Gesprächspartner werden.

Das ist die Prüfung am Ende vom Lernpfad.
Sie machen sechs Aufgaben.
Das dauert etwa 3 bis 5 Stunden.
Danach reden Sie mit Lars und Nele.
Dann bekommen Sie eine Urkunde.
Der Kurs hat 8 Einheiten.
In jeder Einheit gibt es: Wissen, eine Übung und eine Frage.
Die Frage wird nicht benotet.
Sie brauchen kein Konto. Sie müssen sich nicht anmelden.
Hier drucken Sie nichts selbst aus.
Sie schicken uns Ihre Aufgaben.
Wir schauen sie uns an.
Dann sprechen wir zusammen.
Danach bekommen Sie eine Urkunde.
Wir schicken sie Ihnen per E-Mail.

Wie dieser Abschluss abläuft

Der Lernpfad endet nicht mit einem Häkchen, sondern mit gezeigtem Können. Sie bearbeiten sechs Praxisaufgaben, reichen sie ein, und danach sprechen wir darüber – in einem Videogespräch mit Lars Tiedemann und Nele Diercks. Nele ist Expertin in eigener Sache: Sie kommuniziert selbst mit Augensteuerung und Sprachcomputer. Ihre Rückmeldung ist der eigentliche Wert dieser Prüfung.

Der Ablauf in vier Schritten: Erstens die sechs Aufgaben bearbeiten – jede ist eine Einheit dieses Kurses. Zweitens alles zusammen einreichen; die Seite prüft vorher, ob nichts fehlt. Drittens das gemeinsame Gespräch, etwa eine Stunde. Viertens die Urkunde.

Was Sie am Ende in der Hand halten: eine Urkunde von AssistUK darüber, dass Sie sechs Praxisaufgaben bearbeitet und im Gespräch vertreten haben. Sie steht für geprüfte eigene Arbeit – nicht für abgesessene Stunden. Bewertet wird sie von Lars Tiedemann und Nele Diercks, die dabei auch sehen, wie Sie mit den Vokabularen und Materialien von AssistUK zurechtkommen.

Wichtig für alle Aufgaben: Arbeiten Sie mit einem erfundenen Beispiel oder mit sich selbst. Reichen Sie keine Fotos, Namen oder Angaben echter Personen ein – auch nicht von Menschen, die Sie begleiten. Fachlich ändert das nichts, und es erspart allen Beteiligten heikle Datenfragen.

Sie machen sechs Aufgaben.
Dann schicken Sie alles an uns.
Dann reden wir zusammen im Video.
Danach bekommen Sie eine Urkunde.
Nehmen Sie ein erfundenes Beispiel. Keine echten Fotos.

Die Übung: Ihr Zeitplan

Bevor Sie anfangen: Planen Sie die Zeit ein, sonst zerfasert es.

  1. Rechnen Sie mit drei bis fünf Stunden für die sechs Aufgaben – verteilt auf mehrere Tage ist völlig in Ordnung.
  2. Legen Sie einen Ordner an, in dem alle Ergebnisse zusammenkommen (PDF, Fotos Ihrer Materialien, kurze Texte).
  3. Entscheiden Sie jetzt, mit welchem erfundenen Beispiel Sie arbeiten: Alter, Lebenssituation, Kommunikationswege. Notieren Sie es in drei Sätzen – alle Aufgaben beziehen sich darauf.
  4. Tragen Sie sich einen Termin ein, bis wann Sie fertig sein wollen.

Planen Sie 3 bis 5 Stunden ein.
Machen Sie einen Ordner für Ihre Ergebnisse.
Denken Sie sich eine Person aus.
Schreiben Sie drei Sätze über die Person.
Alle Aufgaben sind für diese Person.

Zum Nachdenken: Was bestätigt die Urkunde am Ende dieses Abschlusses?

Aufgabe 1: Ein Gespräch führen und auswerten

Die erste Aufgabe kommt aus der ersten Einheit des Lernpfads – und sie ist die wichtigste. Sie führen ein Gespräch mit einem Menschen, der nicht oder wenig über Lautsprache verfügt, und werten es an sich selbst aus. Nicht die Person wird beurteilt, sondern Ihr eigenes Gesprächsverhalten.

Falls Sie gerade niemanden begleiten: Führen Sie das Gespräch mit einer Kollegin oder einem Familienmitglied, das für zehn Minuten nicht sprechen darf und nur über eine selbstgebaute Symbol- oder Buchstabentafel antwortet. Diese Selbsterfahrung war schon die erste Übung im Gesprächspartner-Kurs – jetzt bauen Sie sie zu einer echten Auswertung aus.

Gemessen wird, was messbar ist: Wie lange haben Sie tatsächlich gewartet? Wie viele Gesprächsschritte kamen von Ihnen, wie viele von der anderen Person? Wie viele Ihrer Fragen waren Ja/Nein-Fragen, wie viele offen? Und die härteste Zahl: Wie oft hat die andere Person ein Thema selbst begonnen?

Für Assistenzkräfte ist die Alltagssituation ideal – Waschen, Essen, Wegstrecke. Für Lehrkräfte eignet sich eine Einzelsituation außerhalb des Unterrichtstakts. Für Eltern ist die entspannteste Tageszeit die ehrlichste: nicht die Hausaufgaben, sondern das Sofa.

Führen Sie ein Gespräch.
Die andere Person spricht nicht mit dem Mund.
Danach schauen Sie: Wie war ich selbst?
Wie lange habe ich gewartet?
Wer hat das Thema bestimmt?

Die Übung: Das ausgewertete Gespräch

Zehn Minuten Gespräch, eine Seite Auswertung. Das ist Ihr erstes Ergebnis.

  1. Führen Sie ein Gespräch von mindestens zehn Minuten. Nehmen Sie es auf (Ton genügt) oder lassen Sie jemanden mitschreiben.
  2. Zählen Sie danach aus: Gesprächsschritte von Ihnen / von der anderen Person; Ja-Nein-Fragen / offene Fragen; längste Wartezeit in Sekunden; wie oft die andere Person selbst begonnen hat.
  3. Schreiben Sie eine halbe Seite: Was ist Ihnen aufgefallen? Was hat Sie überrascht? Was machen Sie beim nächsten Mal anders?
  4. Zum Schluss ein Satz, der weh tun darf: Welche Ihrer Fragen kannte die Antwort schon?

Reden Sie 10 Minuten mit der Person.
Zählen Sie danach: Wer hat wie oft geredet?
Wie lange haben Sie gewartet?
Schreiben Sie eine halbe Seite dazu.
Was machen Sie nächstes Mal anders?

Zum Nachdenken: Was wird in dieser Aufgabe ausgewertet?

Aufgabe 2: Ein Ich-Buch gestalten

Ein Ich-Buch erzählt in Ich-Form, wer ein Mensch ist: was ich mag, wen ich kenne, was mir wichtig ist – und vor allem: wie ich kommuniziere. Es gehört der Person. Die Ich-Form ist dabei Programm: Das Buch spricht für sie, nicht über sie.

Sein Wert zeigt sich an zwei Stellen. Fremde bekommen sofort Anknüpfungspunkte für ein echtes Gespräch statt der ewigen Frage „Wie geht es dir?“. Und das Wissen, das sonst nur im Kopf einer Bezugsperson liegt – was ein bestimmtes Blinzeln bedeutet, wie lange man warten muss – wird übertragbar.

Gestalten Sie das Buch für Ihr erfundenes Beispiel, mit selbst gemalten Bildern, Symbolen oder Fotos von Gegenständen. Keine Fotos echter Personen. Mindestens sechs Seiten, darunter zwingend eine Seite So kommuniziere ich mit den Ja-Nein-Verabredungen.

Für Lehrkräfte: Das Ich-Buch ist der beste Einstieg in eine neue Klasse. Für Assistenzkräfte: Es rettet die Kommunikation über Schichtwechsel und Vertretung. Für Eltern: Es ist das Dokument, das mitgeht – in die Kita, ins Krankenhaus, in die Freizeit.

Ein Ich-Buch erzählt von einem Menschen.
Es ist in Ich-Form geschrieben.
Zum Beispiel: Das mag ich. Das ist meine Familie.
Wichtig ist die Seite: So rede ich.
Machen Sie ein Ich-Buch für Ihre erfundene Person.

Die Übung: Sechs Seiten in Ich-Form

Papier, Symbole oder ein einfaches Textprogramm genügen. Es muss nicht schön sein, es muss stimmen.

  1. Seite 1: Das bin ich (Name, Alter, wo ich lebe — alles erfunden).
  2. Seite 2: So kommuniziere ich. Das ist die Pflichtseite: Welche Wege nutze ich? Was bedeutet mein Ja, was mein Nein? Wie lange muss man warten?
  3. Seiten 3 bis 6: Das mag ich · Das mag ich nicht · Wer zu mir gehört · Worüber ich gern rede.
  4. Prüfen Sie am Ende jede Seite auf die Ich-Form. Steht irgendwo „er“ oder „sie“, schreiben Sie sie um.
  5. Speichern Sie das Buch als PDF oder fotografieren Sie die Seiten ab.

Machen Sie 6 Seiten.
Seite 1: Das bin ich.
Seite 2: So rede ich. Das ist wichtig!
Weitere Seiten: Das mag ich. Das mag ich nicht.
Schreiben Sie immer: ich. Nicht: er oder sie.

Zum Nachdenken: Warum ist ein Ich-Buch in der Ich-Form geschrieben?

Aufgabe 3: Ein Bilderbuch mit BookTo bauen

Gemeinsames Lesen ist eine der stärksten Kommunikationsgelegenheiten überhaupt: Es gibt ein geteiltes Thema, wiederkehrende Sätze und viele natürliche Pausen. Genau das brauchen unterstützt kommunizierende Menschen – und genau daran scheitern viele Bilderbücher, weil sie zu viel Text und zu wenig Wiederholung haben.

Mit BookTo bauen Sie ein eigenes Buch: wenige Wörter pro Seite, ein wiederkehrender Satzanfang, klare Bilder. Der Trick guter Bücher für diese Zielgruppe ist die Vorhersagbarkeit – wenn auf jeder Seite derselbe Satz beginnt, kann die Person ihn mitsprechen, mitzeigen oder mitgebärden, lange bevor sie lesen kann.

Bauen Sie das Buch so, dass die lesende Person etwas zu tun hat: eine Stelle zum Mitsprechen, eine Wahl auf jeder Seite, eine Frage, die nicht nur Ja oder Nein zulässt. Ein Buch, bei dem die Person nur zuhört, ist ein Vortrag.

Für Eltern ist das Vorlesebuch die tägliche Gelegenheit. Für Lehrkräfte lässt sich ein Klassenbuch bauen, an dem alle mitschreiben. Für Assistenzkräfte ist ein Buch über den gemeinsamen Alltag oft der einzige Weg, über Vergangenes zu sprechen.

Bücher sind gut zum Reden.
Machen Sie ein eigenes Buch mit BookTo.
Wenige Wörter auf jeder Seite.
Auf jeder Seite fängt der Satz gleich an.
Die Person soll mitmachen können.

Die Übung: Acht Seiten mit einem wiederkehrenden Satz

Ein kleines Buch, das wirklich zum Mitreden einlädt.

  1. Denken Sie sich ein Thema aus, das Ihre erfundene Person interessiert.
  2. Bauen Sie in BookTo acht Seiten mit höchstens fünf Wörtern pro Seite und einem Satzanfang, der auf jeder Seite gleich ist („Ich sehe …“, „Wir gehen …“).
  3. Bauen Sie auf mindestens vier Seiten eine echte Wahlmöglichkeit ein — zwei Dinge, zwischen denen die lesende Person entscheiden kann.
  4. Teilen Sie das fertige Buch über die Teilen-Funktion und sichern Sie den Link oder die Datei für die Einreichung.
  5. Lesen Sie es einmal mit jemandem gemeinsam — und zählen Sie mit, wie oft die andere Person etwas beigetragen hat.

Machen Sie ein Buch mit BookTo.
8 Seiten. Wenige Wörter.
Der Satz fängt immer gleich an.
Die Person darf oft auswählen.
Lesen Sie das Buch mit jemandem.

Zum Nachdenken: Warum beginnt in einem guten Buch für diese Zielgruppe auf jeder Seite derselbe Satz?

Aufgabe 4: Ein Vokabular erweitern

Ein Vokabular, das nie wächst, veraltet schneller als es aufgebaut wurde. Neue Menschen, neue Orte, ein neues Hobby, ein Streitthema – wenn die Wörter dafür fehlen, endet das Gespräch an der Grenze des Vorbereiteten. Vokabular pflegen ist eine laufende Aufgabe des Umfelds, keine einmalige Einrichtung.

Dabei gilt die Reihenfolge aus dem Vokabular-Kurs: Das Kernvokabular steht fest und wird nicht angetastet – es lebt von der Positionskonstanz. Erweitert wird das Randvokabular: die persönlich bedeutsamen Wörter, die genau zu diesem Menschen gehören.

In dieser Aufgabe pflegen Sie neue Wörter in eine Wortliste ein – zum Beispiel in Scripo Pro, wenn Sie Zugang haben, sonst in eine selbst gebaute Tafel oder Liste. Entscheidend ist nicht das Programm, sondern die Begründung jedes Worts: Warum gehört es dazu? Wo wird es gebraucht? Und ganz wichtig: Ist auch etwas Unbequemes dabei?

Für Assistenzkräfte: Notieren Sie eine Woche lang jedes Wort, das gefehlt hat. Für Lehrkräfte: Sammeln Sie das Vokabular des nächsten Unterrichtsthemas vorab. Für Eltern: Die Namen von Verwandten, Haustieren und Lieblingsdingen fehlen erstaunlich oft.

Ein Vokabular muss wachsen.
Neue Wörter kommen dazu.
Das Kernvokabular bleibt aber gleich.
Neue Wörter sind zum Beispiel: Namen und Hobbys.
Auch Wörter zum Schimpfen gehören dazu.

Die Übung: Zwanzig Wörter mit Begründung

Nicht die Menge zählt, sondern dass jedes Wort seinen Platz begründen kann.

  1. Sammeln Sie zwanzig Wörter, die Ihrer erfundenen Person fehlen würden — Namen, Orte, Tätigkeiten, Gefühle, Vorlieben.
  2. Pflegen Sie die Wörter in eine Wortliste ein: in Scripo Pro, in ein anderes Vokabular oder in eine selbst gebaute Tafel.
  3. Schreiben Sie zu jedem Wort einen halben Satz: Wo wird es gebraucht?
  4. Prüfen Sie zum Schluss: Sind mindestens drei Wörter dabei, mit denen man ablehnen, widersprechen oder schimpfen kann? Wenn nicht, ergänzen Sie sie.
  5. Machen Sie einen Bildschirmfoto oder ein Foto Ihrer Liste.

Suchen Sie 20 neue Wörter.
Pflegen Sie die Wörter in eine Liste ein.
Schreiben Sie zu jedem Wort: Wofür ist es?
Mindestens 3 Wörter zum Nein-Sagen.
Machen Sie ein Foto von der Liste.

Zum Nachdenken: Welche Wörter werden beim Erweitern eines Vokabulars NICHT verschoben?

Aufgabe 5: Beobachten und einen nächsten Schritt planen

Die vorletzte Aufgabe verbindet Einheit 6 mit der Praxis: Sie beobachten eine Situation, halten sie schriftlich fest und leiten daraus einen einzigen nächsten Schritt ab. Nicht fünf – einen. Förderpläne scheitern selten an zu wenig Zielen.

Beobachtung, die den Namen verdient, hat drei Merkmale: Sie ist situiert (dort, wo die Person lebt und mag), verschriftlicht (Datum, Situation, Signal, Reaktion, Bedingung) und sie mündet in eine Hypothese – einen prüfbaren Satz wie: Wenn wir die Wartezeit verdoppeln, kommen mehr eigene Beiträge.

Wichtig ist die Sprache Ihrer Notizen: Beobachtung statt Zuschreibung. „Er verweigert“ ist ein unterstelltes Motiv. „Er wandte sich ab, als das Arbeitsblatt kam“ ist eine Beobachtung – und die kann man prüfen.

Und die Regel, die über allem steht: Was Sie notieren, ist eine Momentaufnahme unter bestimmten Bedingungen, keine Eigenschaft des Menschen. Deshalb gehören Tageszeit, Zugangsweg und Begleitung in jede Notiz. Eine Zahl ohne Bedingungen ist keine Information.

Schauen Sie genau hin.
Schreiben Sie auf, was Sie sehen.
Schreiben Sie nicht, was Sie denken.
Zum Beispiel: Er dreht sich weg.
Planen Sie dann einen nächsten Schritt.

Die Übung: Drei Spalten, eine Hypothese

Das schlichteste Werkzeug der Einschätzung — und eines der wirksamsten.

  1. Beobachten Sie eine wiederkehrende Situation an drei verschiedenen Tagen.
  2. Notieren Sie jedes Mal drei Spalten: Was war vorher? Was hat die Person getan? Was kam unmittelbar danach?
  3. Suchen Sie das Muster: Wann tritt es auf, wann nicht? Was hat die Situation der Person offenbar eingebracht?
  4. Formulieren Sie EINE prüfbare Hypothese und EINEN nächsten Schritt, der daraus folgt.
  5. Prüfen Sie Ihre Notizen auf Zuschreibungen und schreiben Sie sie in Beobachtungen um.

Schauen Sie 3 Tage lang hin.
Schreiben Sie auf: Was war vorher?
Was hat die Person gemacht?
Was kam danach?
Was ist Ihr Plan für den nächsten Schritt?

Zum Nachdenken: Welche Notiz ist eine Beobachtung — und keine Zuschreibung?

Aufgabe 6: Fragen stellen, die Gespräche öffnen

Die letzte Aufgabe ist die schwerste, weil sie am Gewohnten rüttelt. Die meisten Gespräche mit unterstützt kommunizierenden Menschen bestehen aus Fragen, deren Antwort die fragende Person schon kennt: „Welche Farbe ist das?“, „Was hast du am Wochenende gemacht?“ – wenn man selbst dabei war.

Eine echte Frage erkennt man an einem einzigen Merkmal: Man ist auf die Antwort gespannt. Sie erzeugt ein Gespräch statt einer Prüfung, und sie gibt der anderen Person die Möglichkeit, etwas beizutragen, worauf man selbst nicht gekommen wäre.

In dieser Aufgabe bauen Sie einen Vorrat: zwanzig echte Fragen, die zu Ihrem erfundenen Beispiel passen und mit dessen Vokabular beantwortbar sind. Das ist die eigentliche Schwierigkeit – eine offene Frage nützt nichts, wenn die Wörter für die Antwort fehlen. Prüfen Sie deshalb jede Frage gegen das Vokabular aus Aufgabe 4.

Für Lehrkräfte: Meinungsfragen zum Unterrichtsthema statt Wissensabfragen. Für Eltern: Fragen über Zukunft und Wünsche, nicht nur über den vergangenen Tag. Für Assistenzkräfte: Fragen, die Entscheidungen ermöglichen – auch solche, deren Antwort Ihnen Arbeit macht.

Viele Fragen sind keine echten Fragen.
Zum Beispiel: Welche Farbe ist das?
Die Antwort wissen Sie ja schon.
Eine echte Frage macht Sie neugierig.
Sammeln Sie 20 echte Fragen.

Die Übung: Zwanzig echte Fragen

Klingt einfach. Ist es nicht — spätestens ab Frage zwölf.

  1. Schreiben Sie zwanzig Fragen auf, deren Antwort Sie wirklich nicht kennen.
  2. Streichen Sie jede Frage, die man mit Ja oder Nein erschöpfend beantworten kann — behalten Sie höchstens fünf davon.
  3. Prüfen Sie jede verbleibende Frage gegen das Vokabular aus Aufgabe 4: Kann Ihre erfundene Person sie überhaupt beantworten? Wenn nein: Frage ändern oder Wörter ergänzen.
  4. Markieren Sie die drei Fragen, bei denen Ihnen die Antwort am meisten Arbeit machen könnte. Genau die sind die wertvollsten.
  5. Stellen Sie mindestens drei Ihrer Fragen in einem echten Gespräch und notieren Sie, was passiert ist.

Schreiben Sie 20 Fragen auf.
Sie dürfen die Antwort nicht wissen.
Kann die Person die Frage beantworten?
Hat sie die Wörter dafür?
Stellen Sie 3 Fragen wirklich.

Zum Nachdenken: Woran erkennt man eine echte Frage?

Einreichen und Termin vereinbaren

Wenn alle sechs Aufgaben erledigt sind, reichen Sie sie ein. Diese Seite prüft vorher, ob nichts fehlt – sie zeigt Ihnen an, welche Aufgabe noch offen ist, bevor überhaupt etwas verschickt werden kann.

Was Sie einreichen: die Gesprächsauswertung (Aufgabe 1), das Ich-Buch (Aufgabe 2), das BookTo-Buch oder seinen Link (Aufgabe 3), das Foto Ihrer Wortliste (Aufgabe 4), die Beobachtungsnotizen mit Hypothese (Aufgabe 5) und die zwanzig Fragen (Aufgabe 6).

Bitte prüfen Sie vor dem Absenden ein letztes Mal: Es dürfen keine Namen, Fotos oder erkennbaren Angaben echter Personen enthalten sein. Alles gehört zu Ihrem erfundenen Beispiel. Wenn Sie unsicher sind, schwärzen oder ersetzen Sie die Stelle.

Danach melden wir uns für einen Videotermin von etwa einer Stunde mit Lars Tiedemann und Nele Diercks. Wir gehen die Aufgaben gemeinsam durch, Sie erzählen, wie es Ihnen dabei ergangen ist, und Nele gibt Rückmeldung aus der Perspektive einer Frau, die selbst unterstützt kommuniziert. Im Anschluss erhalten Sie Ihre Urkunde.

Sind alle 6 Aufgaben fertig?
Dann schicken Sie alles an uns.
Wichtig: keine echten Namen und Fotos!
Dann reden wir im Video zusammen.
Danach bekommen Sie Ihre Urkunde.

Die Übung: Die letzte Durchsicht

Fünf Minuten, die Ärger ersparen.

  1. Legen Sie alle sechs Ergebnisse nebeneinander. Ist von jeder Aufgabe etwas dabei?
  2. Durchsuchen Sie jedes Dokument nach echten Namen, Adressen, Einrichtungen und Fotos von Personen — und entfernen Sie sie.
  3. Benennen Sie die Dateien nachvollziehbar: Aufgabe1, Aufgabe2 und so weiter.
  4. Füllen Sie unten das Einreichungsformular aus und senden Sie ab.
  5. Sie bekommen eine Bestätigung. Melden wir uns nicht innerhalb einer Woche, schreiben Sie bitte an lars.tiedemann@assistuk.net.

Legen Sie alle 6 Ergebnisse bereit.
Suchen Sie nach echten Namen und Fotos.
Nehmen Sie diese heraus.
Füllen Sie das Formular aus.
Schicken Sie alles ab.

Zum Nachdenken: Was darf in den eingereichten Unterlagen NICHT enthalten sein?

Ihre Arbeiten einreichen

Erst wenn alle Einheiten erledigt sind, können Sie einreichen.

Ihre Rückmeldung

Dieser Kurs lebt von den Menschen, die ihn benutzen. Anregungen und Verbesserungswünsche sind immer willkommen – was war unklar, was hat gefehlt, was hat in Ihrem Alltag nicht funktioniert? Schreiben Sie an lars.tiedemann@assistuk.net.

Wie fanden Sie den Kurs?
Schreiben Sie uns gerne.
Was war gut? Was war schwer?
Was hat gefehlt?
Die E-Mail-Adresse ist:
lars.tiedemann@assistuk.net

Zum Schluss

Sie drucken hier nichts selbst aus. Sobald Ihre Einreichung gesichtet ist und das gemeinsame Gespräch stattgefunden hat, schicken Ihnen Lars Tiedemann und Nele Diercks die Urkunde als PDF an die E-Mail-Adresse, die Sie oben angegeben haben.

Bis dahin bleibt Ihr Stand in diesem Browser sichtbar – er zeigt, welche Aufgaben Sie bearbeitet haben.

Hier drucken Sie nichts selbst aus.
Wir schauen uns Ihre Aufgaben an.
Dann sprechen wir zusammen.
Danach schicken wir Ihnen die Urkunde.
Sie kommt per E-Mail.