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Unterstützte Kommunikation nach Diagnose & Situation

Ein zweiter Weg zu passenden Apps und Vokabularen – ausgehend vom Alltag.

Wo soll ich anfangen?

Neben dem Einstieg über die Ansteuerung (wie jemand steuert) hilft oft ein zweiter Weg: von der Situation her. Die folgenden Beispiele sind häufige Ausgangslagen, mit denen Menschen zu uns kommen.

Wichtig: Eine Diagnose ist keine Schublade. Jeder Mensch ist individuell – die hier genannten Apps und Vokabulare sind Anregungen, kein Rezept. Im Zweifel schauen wir gemeinsam, was passt.

Es gibt zwei Wege zum passenden Angebot.

Weg 1: Über die Steuerung.
Zum Beispiel mit den Augen oder mit dem Finger.

Weg 2: Über die Situation.
Zum Beispiel nach einem Schlaganfall.

Jeder Mensch ist anders.
Die Beispiele sind nur Ideen.
Wir schauen gemeinsam, was passt.

Häufige Ausgangslagen

Nach einem Schlaganfall / bei Aphasie

Wenn Sprechen oder Wortfindung nach einem Schlaganfall schwerfällt – oft mit erhaltener Lese-/Denkfähigkeit.

Nach einem Schlaganfall.
Das Sprechen fällt schwer.
Lesen und Denken gehen oft noch gut.

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Autismus

Struktur, Vorhersehbarkeit und Symbole können Kommunikation und Alltag entlasten.

Bei Autismus.
Feste Abläufe helfen.
Bilder helfen auch.

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Cerebralparese

Wenn die motorische Steuerung eingeschränkt ist – hier kommt die Frage nach dem Zugang vor der Frage nach dem Vokabular.

Bei einer Bewegungs-Störung.
Die wichtigste Frage ist:
Wie kann man etwas auswählen?
Mit der Hand, den Augen oder einer Taste.

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ALS / MND

Bei fortschreitendem Verlust der Bewegung bleibt der Blick oft lange steuerbar – Kommunikation kann möglich bleiben.

Bei ALS.
Die Muskeln werden schwächer.
Die Augen können oft noch steuern.

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Rett-Syndrom

Wenn Hände und Stimme nicht mehr tragen: warum der Blick der Weg ist – und warum Antworten Zeit brauchen.

Beim Rett-Syndrom.
Hände und Stimme machen nicht mit.
Der Blick ist der Weg.
Antworten brauchen Zeit.

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Lernschwierigkeiten

Niemand muss erst Voraussetzungen erfüllen: was im Alltag hilft und welche Schritte sich bewährt haben.

Bei Lern-Schwierigkeiten.
Sie müssen vorher nichts können.
Sie dürfen sofort anfangen.

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Down-Syndrom

Verstehen kommt früher als Sprechen – und Gebärden bremsen die Lautsprache nicht, sondern stützen sie.

Beim Down-Syndrom.
Verstehen kommt vor dem Sprechen.
Gebärden helfen beim Sprechen.

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Angelman-Syndrom

Kaum Lautsprache, aber viel zu sagen: robuste Mittel, kurze Einheiten, verlässliches Nein.

Beim Angelman-Syndrom.
Sprechen geht kaum.
Aber es gibt viel zu sagen.

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Verbale Entwicklungsdyspraxie

Das Kind weiß, was es sagen will – warum Druck schadet und Unterstützte Kommunikation die Lautsprache stützt.

Bei einer Sprech-Dyspraxie.
Das Kind weiß, was es sagen will.
Druck macht es schwerer.

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CVI – zerebrale Sehverarbeitungsstörung

Das Auge sieht, das Gehirn verarbeitet nicht: warum weniger auf der Seite mehr ist.

Bei CVI.
Das Auge sieht gut.
Das Gehirn kann es schwer verstehen.
Weniger auf der Seite hilft.

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Schädel-Hirn-Trauma

Vieles verändert sich – und vieles verändert sich wieder. Unterstützte Kommunikation als Brücke auf Zeit.

Nach einer Hirn-Verletzung.
Vieles verändert sich.
Vieles wird auch wieder besser.

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Lesch-Nyhan-Syndrom

Wach, humorvoll, gesellig – und regelmäßig unterschätzt. Warum Reden auch Anspannung senkt.

Beim Lesch-Nyhan-Syndrom.
Die Menschen sind wach und lustig.
Man traut ihnen oft zu wenig zu.

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Komplexe Behinderung

Bei hohem Unterstützungsbedarf: körpernahe Signale lesen und über mehr reden als Essen und Trinken.

Bei hohem Hilfe-Bedarf.
Der Körper sagt viel.
Man muss die Zeichen lesen.

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Hier sind 13 Beispiele.
Klicken Sie auf ein Beispiel.
Dann sehen Sie passende Ideen.

Diese Seiten sind Einstiege, keine Rezepte: Was eine Diagnose für die Unterstützte Kommunikation wirklich sagt – und was nur die Person selbst beantworten kann – steht in unserem Grundlagentext „Die Diagnose ist kein Rezept“ (PDF).

Jede Person ist anders.
Die Diagnose sagt nicht alles.
Dazu gibt es einen Text zum Herunterladen.

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